EFFI BRIEST / S

Samstag, 09.06.2018 19:30
 
 

„Ich bin nicht so sehr für das, was man eine Musterehe nennt.“ aus EFFI BRIEST von Theodor Fontane


Effi Briest heiratet auf Wunsch ihrer Mutter den mehr als doppelt so alten Baron Geert von Innstetten. Sie ist eine unbeschwerte junge Frau, die sich von der Ehe neben Reichtum und einem vornehmen Haus vor allem ein abwechslungsreiches Leben erträumt. Doch statt auf Hofbällen und in der Oper findet Effi sich in einem trostlosen, engen Städtchen wieder, in dem sie Einsamkeit und Langeweile quälen. Innstetten hat als karrierebewusster Landrat nur wenig Zeit für seine Frau, die ein heimliches Verhältnis mit dem attraktiven Major Crampas beginnt und es sofort wieder beendet, als Innstetten den Umzug nach Berlin ankündigt. Sieben Jahre später, die Ehe zwischen Innstetten und Effi ist längst im Gleichklang, stößt Innstetten zufällig auf die schwärmerischen Liebesbriefe von Crampas. Aufgrund des Ehrenkodexes sieht er sich dazu gezwungen, sich trotz aller Selbstzweifel von seiner Frau zu trennen. Damit zerstört er Effi – und sich selbst mit.


Theodor Fontane beschreibt in seinem wohl bekanntesten Roman die tragischen Folgen gesellschaftlicher Konventionen, die einer jungen Frau am Ende des 19. Jahrhunderts zum Verhängnis werden. Die Fragen, die Fontane im Spannungsverhältnis zwischen dem Recht auf Selbstverwirklichung und dem Wunsch nach sicheren Ordnungsprinzipien aufwirft, sind dabei verblüffend gegenwärtig.


Regie: Ronny Jakubaschk

Ausstattung: Anna Sörensen

Musik: Christoph Iacono

Licht: Arndt Rössler

Dramaturgie: Britta Kampert

Regieassistenz: Agnes Kitzler

Ausstattungsassistenz: Leslie Bourgeois

Inspizienz: Eva Lorünser


Effi Briest: Nadine Rosemann

Ritterschaftsrat von Briest: Gerhard Brössner

Luise von Briest: Saskia von Winterfeld

Baron Geert von Innstetten: Christian Heller

Major Crampas: Tilman Rose

Johanna: Britta Boehlke

Alonzo Gieshübler: Luzian Hirzel