AM ZUG - Ein theatrales Kunstprojekt im Rahmen von FK 800

Samstag, 20.10.2018 19:45
 
 

18.10.2018 - ausverkauft. Tickets an den anderen Terminen sind noch erhältlich.


Ein theatrales Kunstprojekt im Rahmen von Feldkirch800


AM ZUG ist ein performatives Theaterprojekt über drei Länder hinweg, das das

gemeinsame und trennende Leben in der Grenzregion thematisiert. 


Wieviel Grenze braucht die Nation, um dem Ostschweizer ein Heimatgefühl zu vermitteln, der Liechtensteinerin das Ausgehen in Feldkirch zu versüssen oder den BewohnerInnen von Feldkirch staunend zu zeigen, wer da aller neuerdings als ArbeitsmigrantInnen an der Grenze strandet.


Ein Sonderzug wird gemietet, er fährt die Bahnstrecke über die drei Länder in langsamem Tempo ab,im Zug wird performt, an den Bahnhöfen Feldkirch/Nendeln/Buchs ebenfalls. Die Schauspieler Romeo Meyer aus Zürich, Martina Dähne aus Wien, Helga Pedross aus Italien, Andreas Schwankl aus München und die Artistin Tamara Kaufmann aus Liechtenstein erzählen drei Reisegeschichten von drei AutorInnen aus A,FL, CH für drei Waggons. An den Bahnhöfen spielen Laiengruppen in Chören zu Texten der AutorInnen, die Frage nach Identitäten in einem surrealen Ambiente von Kommen und Gehen wird gestellt. Feldkirch ist ein zeitgemässer Bahnhof, Reisende wie Pendler und Fernreisende, ArmutsmigrantInnen, Security, von der Grenze ist wenig zu spüren. Der Bahnhof in Nendeln / FL liegt in einem langen Dornröschenschlaf seit 1872 und wird mit einem fast dadaistisch anmutenden Text von Stefan Sprenger bespielt. Der Bahnhof Buchs markiert den harten Grenzposten für alle 'Problemreisenden', die aus dem sogenannten 'Osten', den Railjets aus Wien, kommen und am Fremdengleis auf Perron drei ankommen. Daneben läuft der dröge Alltagspendelverkehr.


Grundlage der Texte sind Recherche der AutorInnen, Interviews und viele Zugfahrten und Besprechungen im Austausch aller drei Länder.


Team:

Inszenierung: Brigitte Walk

Texte: Maximilian Lang / A, Rebecca C.Schnyder / CH, Stefan Sprenger / FL

Musik: Marcus Nigsch

Bühne: Andrea Hölzl

Kostüme: Sandra Münchow

Schauspiel: Romeo Meyer, Andreas Schwankl, Helga Pedross, Martina Dähne /

Thomas Hassler, Elena Colaianni, Sophia Luise Jenny

Tanz: Tamara Kaufmann

Amateurgruppen in Feldkirch / Nendeln / Buchs

Maske: Sandra Wartenberg

Fotos: Mark Mosman

Video: Sarah Mistura / agenturrosa


Technik: Matthias Zuggal

Abendtechnik: Suat Ünaldi 

Regieassistenz: Marina Rützler

Produktionsleitung: Nicole Wehinger 


Kooperation: Theater Karussell / FL, Elena Colaianni / CH, Assitej FL

Eine Produktion von walktanztheater.com 2018 als Kooperationsprojekt mit Feldkirch800


"Mitwohner sollen wir des Lands hier sein und frei,

Geschützt vor Zugriff, vor dem Raub durch irgendwen;

Und keiner der Bewohner soll, kein Fremder uns

Wegführen; sollt es sein, daß man Gewalt gebraucht,

Soll, wer nicht eilt zu Hilfe von den Bürgern hier,

Ehrlos sein, Flüchtling, durch des Volks Beschluß verbannt.

So war das Wort, das, überzeugend, sprach für uns

Pelasgias Fürst, vor Zeus´, des Flüchtlingsschützers, Torn,

Dem schweren, warnt´ er, den in Zukunft nie die Stadt

Großmästen dürfe; wider Gast und Landeskind".


Aischylos. "Die Schutzflehenden"


Information & Veranstalter:

Walktanztheater

Waldfriedgasse 6

A-6800 Feldkirch

+43 676 6098012

info@walktanztheater.com